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Ökumenischer Erntedank-Gottesdienst am Friedenskreuz von Ingersauel:Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung

Datum:
3. Okt. 2026
8 Bilder

Bei spätsommerlichem Sonnenschein versammelten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher am Friedenskreuz in Ingersauel im idyllischen Naafbachtal zum traditionellen ökumenischen Erntedank-Gottesdienst unter freiem Himmel. Die Veranstaltung, die seit dem Jahr 2000 jährlich an diesem besonderen Ort gefeiert wird, stand in diesem Jahr unter dem Leitgedanken, den „Funken der Herrlichkeit Gottes“ in der Schöpfung und im täglichen Leben entdecken.

Die feierliche Andacht wurde von der Evangelischen Emmaus-Gemeinde Lohmar und der Evangelischen Kirchengemeinde Wahlscheid gestaltet. Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung konnte der katholische Pfarrer Dieter Scharf nicht am Gottesdienst teilnehmen. So leiteten Pfarrerin Barbara Brill-Pflümer (Honrath) und Pfarrer Thomas Weckbecker (Wahlscheid) gemeinsam den beliebten Gottesdienst vor dem weithin sichtbaren Friedenskreuz.

In ihrer Predigt nahmen die beiden Geistlichen Bezug auf die vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft. Besonders die Luft, so betonten sie, sei kaum sichtbar und doch allgegenwärtig. Sie werde daher oft als „Atem Gottes“ bezeichnet. Die Elemente seien Grundlage allen Lebens und zugleich sichtbarer Ausdruck der göttlichen Schöpfung. Gleichzeitig erinnerten die Predigenden daran, dass diese Gaben nicht nur genutzt, sondern auch bewahrt werden müssen.

Vor dem Hintergrund zunehmender Naturkatastrophen wie Hochwasser, Waldbränden oder Vulkanausbrüchen stellten Barbara Brill-Pflümer und Thomas Weckbecker die Frage nach Hoffnung und Vertrauen in unsicheren Zeiten. Das Erntedankfest sei gerade deshalb ein Anlass, Dankbarkeit zu zeigen und sich auf die biblische Verheißung zu besinnen, dass am Ende nicht Zerstörung und Angst, sondern Gottes Liebe und Fürsorge das letzte Wort haben.

Ein besonderes Zeichen der ökumenischen Verbundenheit war die Vorstellung eines Apfelbaum-Projektes. Künftig soll jeweils ein solcher Baum an den Kirchenstandorten in Lohmar gepflanzt werden und als lebendiges Symbol für Gemeinschaft, Wachstum und Zusammenarbeit dienen.

Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom Posaunenchor Lohmar sowie vom Bartholomäus-Chor zusammen mit dem Kinderchor. Vor dem Kreuz war erneut ein reich geschmückter Erntealtar aufgebaut worden, der die Fülle der Gaben aus Natur und Landwirtschaft eindrucksvoll sichtbar machte.

Nach dem Gottesdienst klang der Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken in geselliger Atmosphäre aus. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die „Naafbachtaler Stubenhocker“. Zwischen Erntewagen und liebevoll geschmückten Traktoren bot sich den Gästen ein stimmungsvolles Bild gelebter Dorfgemeinschaft im Herzen des Naafbachtals.

Text und Bilder: Ulrike Clever für die Dorfgemeinschaft Neuhonrath + Auel