Kleine Meeresforscher im Katholischen Kindergarten St. Mariä Himmelfahrt
Im Katholischen Kindergarten St. Mariä Himmelfahrt beschäftigten sich unsere 4- bis 5-jährigen Kinder in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Projekt „Das Meer und seine Tiere“. Ausgangspunkt des Projekts war eine gemeinsame Abstimmung, bei der die Kinder selbst über das Thema entscheiden konnten. Aufgrund ihres großen Interesses an der Unterwasserwelt fiel die Wahl auf das Meer und seine Bewohner.
Zu Beginn des Projekts wurde den Kindern ein Freispielimpuls in Form einer gestalteten Meereslandschaft angeboten. Eine mit Salzwasser gefüllte Wanne, ausgestattet mit Meerestieren, Meerespflanzen, Muscheln und einem Sandboden, lud die Kinder zum eigenständigen Entdecken und Erkunden ein. Ergänzend befanden sich verschiedene Müllmaterialien in der Meereslandschaft, die von den Kindern sortiert und entfernt wurden. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Material entstanden zahlreiche Gespräche, Beobachtungen und Fragestellungen, die den weiteren Projektverlauf maßgeblich prägten.
Im Anschluss sammelten die Kinder ihre Fragen rund um das Meer und seine Tiere. Dabei wurden unter anderem folgende Fragen formuliert: Warum haben Wale ein Blasloch und warum kommt dort Wasser heraus? Sind Haie gefährlich? Wo leben Meeresschildkröten und was brauchen sie? Gibt es Meerjungfrauen und warum haben sie eine Flosse? Warum haben Narwale ein Horn und wofür brauchen sie es?
Jedes Kind erhielt die Möglichkeit, eine eigene Forschungsfrage auszuwählen, die es besonders interessierte. Die Fragen wurden auf selbst gestalteten Frageblättern festgehalten. Anschließend begaben sich die Kinder eigenständig auf die Suche nach Antworten. Mithilfe verschiedener Medien, wie Sachbüchern, Bildmaterialien und digitalen Medien, recherchierten sie zu ihren individuellen Fragestellungen und erweiterten ihr Wissen über die faszinierende Welt der Meere.
Die gewonnenen Erkenntnisse wurden auf Expertenblättern dokumentiert und kreativ gestaltet. Dabei standen die Interessen und Ideen der Kinder stets im Mittelpunkt. Sie entschieden selbst, welche Informationen für ihre Fragestellung relevant waren und wie sie ihre Ergebnisse präsentieren wollten.
Das Projekt verdeutlichte eindrucksvoll, wie motiviert Kinder lernen, wenn ihre eigenen Fragen und Interessen Ausgangspunkt des Bildungsprozesses sind. Durch das selbstständige Forschen, den Einsatz verschiedener Medien sowie den gemeinsamen Austausch konnten die Kinder neue Erkenntnisse gewinnen, ihre Kompetenzen erweitern und vielfältige Erfahrungen sammeln.
Die Kinder waren die Akteure ihres eigenen Lernens – ihre Fragen, Interessen und Entdeckungen standen während des gesamten Projekts im Mittelpunkt.
(Michelle Wissink)