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Festmesse, Prozession und gelebte Tradition:Fronleichnam in Neuhonrath

Am Donnerstag, 4. Juni 2026, feierten die katholischen Christinnen und Christen das Hochfest Fronleichnam – das Fest der bleibenden Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie. Nur alle drei Jahre findet die Prozession im Kirchdorf Neuhonrath statt. In diesem Jahr war es wieder so weit. Unter der Regie von Hildegard Zinner und mit musikalischer Unterstützung von Blasorchester und Kirchen- chor Neuhonrath, ging es durch das als Gold- und Silberdorf gekürte beschauliche Neuhonrath.
Datum:
4. Juni 2026
16 Bilder

Unter dem Leitwort „Gott lädt uns ein, mit ihm unterwegs zu sein“ begann die Kirchengemeinde Sankt Johannes Lohmar pünktlich um 9 Uhr die Festmesse in der Kirche Sankt Mariä Himmelfahrt Neuhonrath. Zelebranten waren Pfarrer Dieter Scharf und Diakon Hans-Joachim Roos, für den es nach 20 Jahren der letzte große Fronleichnamsgottesdienst war. Seine erste Fronleichnamsprozession 2006 hatte er bei strömendem Regen erlebt – umso erleichterter war er, dass Petrus in diesem Jahr ein Einsehen hatte und für die anderthalbstündige Prozession eine regenfreie Zeit schenkte. 

Geschmückte Wege und gelebte Verbundenheit 
Einige Anwohnerinnen und Anwohner hatten ihre Vorgärten mit Fahnen, Blumen und kleinen Altären geschmückt – ein lebendiges Zeichen der Verbundenheit und eine schöne Tradition, die das Fest weit über die Kirchenmauern hinaus sichtbar macht. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Kirchenchor Neuhonrath und das Blasorchester Neuhonrath. 

Die Prozession durch das Kirchdorf 
Alle drei Jahre führt die Fronleichnamsprozession durch Neuhonrath – 2026 war es wieder so weit. Der Weg führte vom Pfarrhof über den Kämpenweg, einen Teil der langen Schachenaueler Straße und über die Pfarrer-Tholen-Straße und den Pfarrhof zurück zur Kirche. Entlang der Strecke waren vier Segensaltäre aufgebaut, an denen jeweils unter einem anderen Aspekt gebetet, musiziert, gesungen und der Segen in alle Himmelsrichtungen erteilt wurde. 

Erstmals erinnerte die Dorfgemeinschaft Neuhonrath + Auel vor der alten Konfessionsschule auf der Baach mit großen Transparenten an zwei bedeutende Söhne der Kirchengemeinde – Johannes Philipp Martin Höver (1816-1864, Ordensgründer und Pädagoge) und Johann Gregor Breuer (1821-1897, Gründer des ersten Gesellenvereins und damit Wegbereiter des Kolpingwerks), beides Pädagogen und Wegbereiter christlicher Sozialarbeit, die in der Neuhonrather Schule unterrichtet wurden und selbst unterrichtet haben. 

Text und Bilder: Ulrike Clever