Impulse

Als Pastoralteam haben wir Sie in dieser Corona-Zeit in mehreren Abschnitten mit einem „Impuls“ begleitet. Dadurch konnten Sie einen Zugang zu den liturgischen Texten bekommen. Zahlreiche Gemeindemitglieder haben sich darüber gefreut und sie haben die Texte auch für andere mitgenommen, die an den Wochenenden an keiner Eucharistiefeier teilnehmen konnten.

Nun sollte nach dem Osterfest „eigentlich" erneut eine Pause eingelegt werden. „Schade" wurde mehrfach geäußert. Es war aber auch zu hören „das könnten wir auch“. Warum denn nicht, dachte ich. Und so starten wir bis zum Pfingstfest einen neuen Abschnitt mit dem wöchentlichen „Impuls“. Gemeindemitglieder teilen mit uns auf unterschiedliche Art und Weise ihre Gedanken, Erfahrungen und Fragen zum Wort Gottes, das an einem Sonntag im Mittelpunkt unserer Eucharistiefeiern steht. Das macht unsere Kirche hier in Lohmar lebendig.

Pfarrer Markus Feggeler

 

 

Impuls zum zweiten Sonntag in der Osterzeit 2021

- Ehepaar Michaela und Karl-Georg Bienias, Lohmar-Birk -

 

Freut euch und dankt Gott, der euch zu sich gerufen hat.
Ihr seid Kinder Gottes und Erben seiner Herrlichkeit. Halleluja. 

Esra 2, 36–37

 

 

Gebet

Barmherziger Gott, durch die jährliche Osterfeier erneuerst du den Glauben deines Volkes. Lass uns immer tiefer erkennen, wie heilig das Bad der Taufe ist, das uns gereinigt hat, wie mächtig dein Geist, aus dem wir wiedergeboren sind, und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind. 

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Evangelium

Joh 20, 19–31

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!

Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. 

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

Thomas, der Dídymus – Zwilling – genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.

Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. 

Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

 

Gedankensplitter

Fake-News!?!

„Wir haben den Herrn gesehen!“

Thomas ver-zweifelt. 

Jesus war sein Vorbild – aber seine neue Lebensperspektive schien mit einem Mal zerstört, sein Glaube verloren. 

Jesus war ein Mensch gewesen, der Berührungen liebte und teilte, um zu heilen, zu halten, zu trösten. 

Woran kann Thomas jetzt noch glauben? 

Wie gewinnt er neue Überzeugung und wie kann er Jesus weiter bedingungslos folgen?

Vielleicht dort ansetzen, wo Jesus am meisten fasziniert hat – in seinen Berührungen für Körper und Geist? 

Thomas will  be-greifen

Da berührt Jesus sein Herz mit seiner Stimme, mit seinen Augen, da braucht es nichts Anderes mehr, um zu glauben!

Dieses Glück können wir leider nicht mit Thomas teilen, aber wir können berühren!

Bitte halten Sie Abstand, mindestens 1,5 m!

(selbst im kirchlichen Raum!)

Dabei sehnen wir uns alle so nach Berührung (die außerhalb unse­rer festen Beziehung/Ehe er-lebt wird): die Freundin/den Freund ein­fach mal in den Arm nehmen, aus Freude, sie/ihn zu sehen, um Halt zu signalisieren, wenn es ihr/ihm schlecht geht, um Trost zu spenden. Und wir sehnen uns auch selbst danach, in den Arm ge­nommen zu werden.

 

Ausblick in die Woche

Wie schwer fällt es uns selbst, ohne die konkrete Berührung zu glauben!

Lass uns spüren, dass DU unsere Seele berührst und uns Deinen Halt gibst.

Wir selbst (ver-)zweifeln oft an den Menschen. die uns begeg­nen, da wir nicht die Würde in Ihnen erkennen, die Gott uns allen geschenkt hat.

 

Gebet

Allmächtiger Gott, im heiligen Sakrament empfangen wir diese österliche Gabe als ständige Berührung mit dir. Lass sie in uns weiter­wirken, damit wir in deinem Frieden leben können.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Segen

Es segne, bewahre und beschütze uns, die Menschen in unserer Pfarrei St. Johannes und die Welt, in der wir leben, der barmher­zige Gott: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.